Es gibt nicht die eine richtige Zahl, aber es gibt bewährte Spannen. Dieser Ratgeber nennt das übliche wöchentliche Taschengeld nach Alter, erklärt die drei Modelle, nach denen Familien zahlen (fest, pro Aufgabe oder gemischt), und enthält einen Rechner, mit dem du einen Betrag findest, der zu eurem Budget und eurem Kind passt.
Taschengeld nach Alter: die schnelle Antwort
Die meisten Familien landen irgendwo in diesen Spannen. Nimm sie als Ausgangspunkt und passe sie an eure Lebenshaltungskosten an, an die Anzahl der verknüpften Aufgaben und daran, was das Kind davon bezahlen soll.
| Alter | Üblicher Wochenbetrag | Häufigstes Modell | Was es meist abdeckt |
|---|---|---|---|
| 4–5 | 1 € – 3 € | Ein paar Münzen pro Aufgabe, am selben Tag gezahlt | Kleine Leckereien, ein Spardose |
| 6–8 | 3 € – 7 € | Kleiner fester Sockel plus bezahlte Aufgaben | Spielzeug, Sammelkarten, ein Sparziel |
| 9–12 | 6 € – 12 € | Pro Aufgabe oder gemischt, wöchentlich gezahlt | Spiele, Ausflüge mit Freunden, Geschenke |
| 13–15 | 10 € – 20 € | Gemischt mit größeren bezahlten Jobs („Prämien“) | Snacks unterwegs, Apps, etwas Kleidung |
| 16–17 | 15 € – 30 € | Festes Budget für echte Ausgaben plus Jobs | Handyvertrag, Fahrtkosten, Kleidung, Freizeit |
Die Beträge sind in Euro, aber die Verhältnisse gelten überall: eine Einheit der eigenen Währung pro Lebensjahr und Woche ist auch in der Schweiz, in Österreich, Großbritannien oder den USA der übliche Anker.
Drei Wege, Taschengeld zu zahlen
Bevor du eine Zahl wählst, wähle ein Modell. Der Betrag hängt stark davon ab, wofür das Geld gedacht ist.
1. Festes Taschengeld (ohne Bedingungen)
Ein fester Betrag jede Woche, unabhängig von Aufgaben. Mithelfen wird als Teil der Familie erwartet, und das Taschengeld dient allein dem Üben im Umgang mit Geld. Einfach und planbar, lehrt aber nicht, dass Einkommen aus Anstrengung entsteht.
2. Pro Aufgabe (Provision)
Keine Aufgaben, kein Geld. Jede Aufgabe hat einen Wert, und Kinder verdienen genau das, was sie erledigen. Dieses Modell verbindet Arbeit und Belohnung am direktesten, und es ist der Grund, warum es Apps wie EarnIt gibt: Die Aufgaben von sechs Kindern jeden Sonntag von Hand zusammenzurechnen wird schnell lästig. Der Nachteil: Ein Kind kann entscheiden, dass sich das Geld nicht lohnt, und aussteigen.
3. Gemischt (Sockel + bezahlte Jobs)
Ein kleiner fester Sockel, damit es immer etwas zu verwalten gibt, plus optionale bezahlte Jobs für alles jenseits der alltäglichen Erwartungen. Die meisten Familien landen hier. Alltagsaufgaben wie Bett machen werden einfach erwartet; größere Jobs wie Auto waschen oder Rasen mähen werden extra bezahlt.
Egal welches Modell: Schreibt es auf und haltet es mindestens drei Monate durch. Beständigkeit lehrt mehr als der genaue Betrag.
Die Regel „ein Euro pro Lebensjahr“
Die am häufigsten genannte Faustregel lautet: ein Euro (oder Franken, oder Dollar) pro Lebensjahr und Woche. Ein 8-Jähriger bekommt 8 € pro Woche, ein 12-Jähriger 12 €. Sie ist beliebt, weil man sie sich leicht merkt und sie mit jedem Geburtstag automatisch mitwächst.
Für jüngere Kinder ist sie eher großzügig, für Jugendliche, die eigene Kleidung oder den Handyvertrag zahlen sollen, eher knapp. Nutze sie als Obergrenze für festes Taschengeld ohne Aufgaben und als Plausibilitätsprüfung für aufgabenbasiertes Taschengeld. Ergeben die Sätze eines 7-Jährigen 20 € pro Woche, sind sie zu hoch; verdient eine 15-Jährige, die ihr Mittagessen selbst zahlt, 6 €, sind sie zu niedrig.
Taschengeldrechner
Wähle euer Modell, gib das Alter deines Kindes ein und bei Bezahlung pro Aufgabe die Anzahl bezahlter Aufgaben in einer normalen Woche. Der Rechner zeigt den Wochen-, Monats- und Jahresbetrag, vergleicht ihn mit der üblichen Spanne für dieses Alter und teilt ihn in Ausgeben, Sparen und Spenden auf.
Vorgeschlagene Aufteilung
- 💵 Ausgeben (Geldbeutel) · 50%—
- 🏦 Sparen (Ersparnisse) · 40%—
- 💝 Spenden (Wohltätigkeit) · 10%—
Eine Aufteilung 50/40/10 ist ein üblicher Startpunkt. EarnIt wendet eine solche Aufteilung automatisch bei jeder genehmigten Aufgabe an, sodass das Sparen vor dem Ausgeben passiert.
Was in jedem Alter funktioniert
4–5 Jahre: schnell zahlen, wenig zahlen
Vorschulkinder verstehen keine Woche. Zahle in Münzen noch am Tag der Aufgabe und halte die Beträge winzig: 25 bis 50 Cent pro Aufgabe, insgesamt ein bis drei Euro pro Woche.
- Nutze ein durchsichtiges Glas, damit sie das Geld wachsen sehen
- Zwei oder drei Aufgaben auf einem Bilderplan reichen völlig
- Führe ein Sparziel ein, das in zwei Wochen erreichbar ist
6–8 Jahre: den Wochenrhythmus einführen
Das ist der ideale Zeitpunkt für echtes Taschengeld. Kinder können Geld zählen, verstehen das Warten bis Samstag und spüren den Sog eines Sparziels. Drei bis sieben Euro pro Woche sind üblich.
- Ein fester Zahltag schafft die Gewohnheit; Samstagmorgen funktioniert gut
- Richte jetzt einen Spar- und einen Spendentopf ein, nicht später
- Lass sie einen Fehlkauf machen. Ein bereutes Spielzeug mit 7 ist billiges Lehrgeld.
9–12 Jahre: mehr Ausgaben übertragen
Ältere Kinder können mit mehr Taschengeld umgehen, wenn es auch mehr abdecken muss. Sechs bis zwölf Euro pro Woche sind üblich, und in diesem Alter glänzen gemischte Modelle: ein Sockel plus Prämien für größere Jobs.
- Übertrage eine Ausgabenkategorie auf sie (Spieleguthaben, Snacks mit Freunden)
- Größere Einzeljobs wie Auto waschen lehren das Verhandeln
- Starte ein längeres Sparziel über zwei bis drei Monate
13–17 Jahre: Taschengeld wird zum Budget
Taschengeld für Jugendliche ist weniger Kleingeld und mehr ein Budget, das sie verwalten. Zehn bis dreißig Euro pro Woche sind üblich, und der Betrag sollte sich aus dem ergeben, wofür sie jetzt verantwortlich sind: Mittagessen, Kleidung, Handyvertrag, Fahrtkosten.
- Zahle monatlich, wenn sie üben sollen, Geld über Wochen zu strecken
- Alltagsaufgaben werden erwartet; nur größere Jobs bringen extra Geld
- Überprüft das Budget alle sechs Monate und übergib eine weitere Ausgabe
Lege fest, was das Taschengeld abdecken muss
Die nützlichste Übung ist eine Liste dessen, was du derzeit zahlst und was dein Kind vernünftigerweise selbst verwalten könnte. Das Taschengeld sollte ungefähr dieser Liste entsprechen, plus etwas zum Sparen.
- Süßigkeiten und Snacks außerhalb der Mahlzeiten
- Kleines Spielzeug, Sammelkarten, In-App-Käufe
- Geschenke für Geburtstage von Freunden
- Ausflüge mit Freunden (Kino, Freizeitpark)
- Für Jugendliche: Kleidung jenseits des Nötigsten, Handyvertrag, Fahrtkosten, Schulessen
Eine Ausgabenkategorie zu übergeben macht aus Taschengeld „geschenktes Geld“ echte Übung. Ändert sich nichts daran, wer was bezahlt, ist das Taschengeld ein Bonus, keine Lektion.
Ausgeben, sparen, spenden
Egal wie hoch der Betrag: Legt vorher fest, wie er aufgeteilt wird. Die klassische Aufteilung ist 50 % ausgeben, 40 % sparen und 10 % spenden. Jüngere Kinder kommen mit drei echten Gläsern besser zurecht; ältere Kinder mit drei Guthaben in einer App.
EarnIt gliedert das Guthaben jedes Kindes in genau diese drei Kategorien, Geldbeutel, Ersparnisse und Wohltätigkeit, und teilt jede genehmigte Aufgabe automatisch auf. Kinder können ein Sparziel mit einem Foto ihres Wunschobjekts anlegen, was mehr motiviert als jede Predigt.
Wann das Taschengeld erhöht wird
Erhöhe das Taschengeld, wenn die Verantwortung wächst, nicht nur, wenn ein Geburtstag ansteht. Gute Anlässe zum Neuverhandeln:
- Ein Geburtstag, wenn ihr die Regel pro Lebensjahr nutzt
- Wenn du eine neue Ausgabenkategorie übergibst
- Wenn Aufgaben schwieriger werden oder mehr Zeit brauchen
- Zum Schuljahresbeginn, wenn Routinen sowieso neu starten
Fünf Taschengeld-Fehler, die du vermeiden solltest
- Zu spät zahlen oder vergessen. Nichts zerstört ein Aufgabensystem schneller als ein unbezahlter Samstag. Automatisiere es oder nutze eine App, die offene Beträge verfolgt.
- Geld wegen Verhalten kürzen. Taschengeld soll um Arbeit und Geld gehen. Nutze für schlechtes Benehmen andere Konsequenzen.
- Aushelfen. Wenn am Dienstag alles ausgegeben ist, ist der Mittwoch eine Lektion. Kein Vorschuss auf nächste Woche.
- Für alles zahlen. Zähneputzen ist kein Job. Bezahle nur echte Beiträge zum Haushalt.
- Nie anpassen. Ein Satz, der mit 6 festgelegt wurde, stimmt mit 10 nicht mehr. Zweimal im Jahr überprüfen.
Wer diese fünf Dinge richtig macht, für den ist der genaue Betrag viel weniger wichtig, als man denkt.
Häufige Fragen
Wie viel Taschengeld sollte ein 10-Jähriger bekommen?
Die meisten Familien zahlen einem 10-Jährigen 6 bis 12 € pro Woche. Nach der Regel „ein Euro pro Lebensjahr“ sind 10 € pro Woche der Anker; senke den Betrag, wenn Aufgaben optionale Extras sind, und erhöhe ihn, wenn das Taschengeld nun Ausflüge oder Spiele abdeckt.
Sollte Taschengeld an Aufgaben geknüpft sein?
Das hängt davon ab, was du vermitteln willst. Bezahlung pro Aufgabe lehrt, dass Einkommen aus Anstrengung entsteht; festes Taschengeld lehrt Budgetieren bei gleichbleibendem Einkommen. Die meisten Familien nutzen ein gemischtes Modell: Alltagsaufgaben werden erwartet, ein kleiner Sockel ist garantiert, und größere Jobs bringen extra Geld.
Wie viel sollte ich pro Aufgabe zahlen?
Üblich sind 0,25 bis 1 € für schnelle tägliche Aufgaben (Bett machen, Haustier füttern), 1 bis 3 € für wöchentliche Aufgaben (Staubsaugen, Bad putzen) und 5 bis 20 € für große Einzeljobs (Auto waschen, Rasen mähen). Rechne eine typische Woche zusammen und vergleiche sie mit der Altersspanne oben.
Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?
Etwa mit 5 oder 6 Jahren, wenn sie Münzen zählen können und das Warten bis zum Zahltag verstehen. Vorschulkinder können früher mit ein paar Münzen beginnen, die am Tag der Aufgabe gezahlt werden.
Ist wöchentliches oder monatliches Taschengeld besser?
Wöchentlich für Kinder unter 12, weil ein Monat zu lang ist, um motiviert zu bleiben. Jugendliche profitieren von monatlicher Zahlung, weil das Strecken des Geldes über vier Wochen die eigentliche Fähigkeit ist.
Brauche ich eine Debitkarte oder ein Bankkonto für das Taschengeld?
Nein. Viele Familien führen die Guthaben in einer App oder mit Gläsern und zahlen bar aus, wenn das Kind etwas kaufen möchte. EarnIt führt für jedes Kind ein laufendes Guthaben ohne Karte, ohne Bankkonto und ohne Gebühren; ausgezahlt wird, wie ihr es ohnehin schon tut.
Schluss mit dem Rechnen am Sonntagabend
EarnIt erfasst jede Aufgabe, zahlt zu dem Satz, den du festlegst, teilt automatisch in Geldbeutel, Ersparnisse und Wohltätigkeit auf und zeigt Kindern genau, was sie verdient haben. Kostenlos für ein Kind, ohne Karte oder Bankkonto.
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